Klassenfahrt der Klasse 8 – Edersee/Hessen

Früh am Morgen trafen wir uns am Kölner Hauptbahnhof. Jeder mit seinen vollen Koffern und etwas Angst. Wir überlegten die ganze Zeit wie es wohl werden wird und wie die Zimmer aussehen. Als wir dann vollständig waren, verabschiedeten wir uns von unseren Eltern. Wahrscheinlich waren alle froh mal ein paar Tage weg von zu Hause zu sein.
Als wir im Zug saßen spielten wir mit unseren alten Nintendos, hörten Musik oder redeten miteinander. Während der 4 Stunden langen, aber lustigen Fahrt, konnte man gut sehen wie wir immer mehr ins Ländliche fuhren.
Angekommen, wartete auch schon ein Bus der uns ins Camp brachte. Unser erster Eindruck war gemischt. Manche fanden es schön mitten in der Natur zu sein, die anderen fanden es zunächst gewöhnungsbedürftig, so ganz ohne Internet oder Fernsehen. Aber wir wurden alle sehr freundlich von einem älteren Mann namens Jacque empfangen. Zunächst bekamen wir die hausregeln erklärt, danach gabs erstmal einen großen Teller Spagetti. Das tat gut nach der langen Anreise!
Bevor wir das OK bekamen, um auf unsere Zimmer zu gehen, lernten wir zunächst noch unseren Teamer Bernie kennen. Alle stellten sich vor und es wurde direkt geklärt, wie die kommenden Tage aussehen werden.
Die Zimmer ließen keine Wünsche offen. Groß und vorallem sauber. Aber wir blieben nicht lange. Wir packten schnell unsere Sportsachen aus und gingen direkt zum Sportplatz.
Dort trafen wir auf eine andere Klasse mit der wir schnell ins Gespräch kamen. Und wenig später hieß es 1. FC PSD gegen die Englisch-Gruppe. Das war eine besondere Abwechslung zur Fußball-AG. Das war ein toller Einstand am ersten Tag. Erschöpft gingen wir danach auf Zimmer und in unsere Betten.
Am kommenden Tag wurden wir von unserer weiblichen Begleitung Frau Brandt aus dem Schlaf gerissen, um gemeinsam zu Frühstücken.
Für einen Schüler war es ein ganz besonderer Tag. Jonas hatte Geburtstag und alle gratulierten ihm. Nach dem Frühstück ging es zur ersten Aktivität an diesem Tag, zum Bogenschießen. Nach einer Einführung, versuchten wir es dann alleine. Vor dem ersten Schuss waren wir noch sehr Nervös, da der Pfeil mit sehr hohem Tempo in Richtung Zielscheibe flog. Aber nach dem Einschießen, machten wir einen kleinen Wettkampf, um den besten Schützen zu ermitteln. Abends konnten wir es uns bei einem Film gemütlich machen und die Füße hochlegen.
Am Mittwoch stand dann Klettern auf dem Programm. Für viele von uns war es zunächst ein große Überwindung die steile Wand bis nach oben zu klettern. Wir mussten uns bei der Einweisung voll konzentrieren, um beim sichern bloß nichts falsch zu machen. Drei tolle, aber harte Stunden hingen wir an der Wand, bis unsere Arme uns nicht mehr hielten.
Am Mittwoch stand eine Ranger-Tour auf unserer Liste. Ein Ranger erklärte uns die Besonderheiten im nahegelegenen Wald. Auf einer kleinen Route spielten wir mehrere Mini-Spiele und schauten uns die schöne Natur an. Im Anschluss waren wir fix und fertig, aber unser Teamleiter hatte noch eine kleine Überraschung für uns. Wir trafen uns am Abend wieder im Wald und machten eine Nachtwanderung. Eine Kerze war unsere einzige Lichtquelle. Zusammen mit den Geräuschen der Natur wurde es zu einer Mutprobe für alle. Man hörte nur das Plätschern des Baches und den Wind wie er durch die Bäume pfiff. Jede Minute schickte unser Klassenlehrer Herr Wilhelm einen von uns los, um einen vorgegebenen Weg alleine zu meistern. Aber alle hatten es geschafft und hatten ein tolles Gefühl danach. Wir unterhielten uns im Anschluss noch lange darüber, wie es uns dabei erging und was wir in dem Moment des Alleinseins dachten. Am vorletzten Tag schulten wir beim Teamtraining die Gruppendynamik. Das Erlernte konnten wir direkt im Anschluss bei unserer Kanutour anwenden und umsetzten. Wir ließen die Boote ins Wasser und paddelten in drei Gruppen los. Die Fahrt war ganz schön lang und oberstes Ziel war es nicht ins Wasser zu fallen.
Dann war die Woche auch schon vorbei und wir freuten uns doch auf unsere Eltern, die am Bahnhof schon sehnsüchtig auf uns warteten.
Insgesamt war die Klassenfahrt ein voller Erfolg. Unsere Klasse ist dadurch noch enger zusammengerückt und wir hatten den Kopf frei für die kommenden Schulwochen.

Bericht zur Klassenfahrt der Klasse 8 vom 04. – 08. April 2016
Geschrieben von Leo Wichterich

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